Gartenfest September 2020

Am Samstag 12. September ab 14:00 machen wir wieder ein kleines Gartenfest, wozu wir euch ganz herzlich einladen! Es gibt Pizza aus dem Holzofen, vielmehr Werbung braucht es ja wohl nicht. Wir freuen uns auf euch. Bitte meldet euch beim Chruut & Rüebli-Mitglied eures Vertrauens oder per Kontaktformular an, damit wir essenstechnisch ein bisschen planen können.

Im Garten haben wir im Herbst und Winter neue Trockensteinmauern gebaut. Im Frühling haben wir zudem einen Teil von unserem Tomatenhaus in ein Werkzeughäuschen umfunktionert. In Freienstein gehen wir es dieses Jahr Gemüsemässig ruhig an, da die meisten nicht mehr im Dorf wohnen und wir deshalb im Kampf gegen die Schnecken zu wenig Präsenz zeigen. Nichtdestotrotz bleibt der Garten ein wunderschöner Ort für Gemeinschaft und Biodiversität. Es hängen wieder einige Aprikosen am Baum, die Bienen fliegen wie jedes Jahr, dazu kann man zahlreiche Wildbienen, Vögel und Blumen entdecken. Aber ihr kennt es ja bereits.

Übrigens im April dieses Jahres haben einige unserer Gartenvereinsmitglieder zusammen mit einigen Leuten von Transition Bülach die landwirtschaftliche Genossenschaft Chruut & Rüebli gegründet. Das Projekt basiert auf dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi). Es geht um hochwertiges Biogemüse, faire Arbeitsbedingungen und ökologische Produktionsmethoden. Aber auch um den Aufbau eines Netzwerkes von Menschen, die sich Gedanken machen über alternative Formen der Nahrungsmittelproduktion, die wissen wollen, wie ihr Essen produziert wird, und die Lust haben, selber etwas Gartenluft zu schnuppern. Das Ziel der Genossenschaft ist, in Nussbaumen ZH für 150-200 Personen aus der Rorbas-Freienstein-Teufen und Region Bülach Gemüse zu produzieren. Die Genossenschafter erhalten dafür einmal in der Woche frisches Gemüse direkt vom Feld in Nussbaumen, welches sie in verschiedenen Depots abholen können. Das Gemüse wird von einer Fachkraft angebaut, mit Unterstützung der Mitglieder, welche jährlich vier Arbeitseinsätze leisten pro Ernte Anteil. Mehr Infos findet ihr hier. Interessiert? Am Freitag 4. September veranstalten wir einen Infoevent im ref. KGH Bülach. Dazu laden wir euch ganz herzlich ein! Kommt vorbei und erzählt euren Freunden, Familien und Nachbarn von dem Projekt!

Trockenstein Mauern

Wir sind unseren Weinberggarten am Waldrand am Umstrukturieren. Hierfür haben wir ein Trockensteinmauer Projekt gestartet. Geplant sind mehrere Mauern, eine Treppe und einen kleinen Sitzplatz. So können wir unsere Terrassen stabilisieren und neuen Lebensraum schaffen, davon profitieren Insekten, Amphibien und Reptilien wie beispielsweise Feuersalamander und Eidechsen. Für dieses Projekt haben wir 17 Tonnen Sandstein aus der Region (Zürichsee) organisiert. Mit der ersten Mauer haben wir begonnen das Projekt wird voraussichtlich bis 2020 dauern.

Gartenfest August 2019

Ende August hatten wir unser all jährliches Gartenfest. Familie und Freunde der Aktivmitglieder und Gönner haben mit uns den Samstagabend verbracht.

Diese Jahr war der kulinarische Teil ein Highlight. Neben selbstgemachten Pizzen gab es auch frisches Gemüse aus dem Garten. Der Star des Abends war jedoch das Chili con Carne mit Wildschwein vom Irchel. Wir bedanken uns bei jedem, der vorbeikam und freuen uns schon auf das nächste mal, wenn wir euch in unserem Garten begrüssen dürfen.

Setzlingsmarkt 2019

Dieses Jahr veranstalten wir zwei kleine Setzlingsmärkte. Wir haben viele Sorten Tomaten (unter anderem mehrere Freilandsorten) im Angebot, daneben noch Chilis, Peperoni, Auberginen, Kürbisse, Gurken, Zucchetti und diverse Sorten Basilikum.

Wann und Wo?
Do, 2. Mai von 17.00-20.00 auf dem Campus der PH Zürich
Sa, 11. Mai von 10.00-14.00 auf dem Dorfplatz in Rorbas

GV 2019

Am letzten Samstag hat unsere alljährliche GV stattgefunden. Unteranderm wurde ein neuer dreier Vorstand eingesetzt. Weiter freue wir uns zwei Neumitglieder zu Begrüssen, die bereits mit unseren nachhaltig von NIL produzierten Hoodies posieren.

Rückblick 2018

Liebe Gartenfreunde,

Während die allerletzten Tomaten und Kürbisse noch ein bisschen die Herbstsonne geniessen, ist es für Chruut und Rüebli an der Zeit, Bilanz zu ziehen über das Gärtnerjahr 2018 und uns endlich wieder einmal bei euch zu melden.

Unser Gartenjahr begann bereits im tiefen Winter in einem Gewächshaus in Freienstein, in dem wir ab Februar eine Vielzahl von Setzlingen aufzogen. Im Mai führten wir an der Pädagogischen Hochschule in Zürich und auf dem Dorfplatz in Rorbas zwei Setzlingsmärkte durch, unter anderem mit einer Vielzahl von Tomaten- und Chilisorten, Gurken, und Kräutern. Das Feedback war sehr positiv und wir konnten auch viele Setzlinge verkaufen.

Des Weiteren haben wir im Frühling eine Fläche an der Tössstrasse in Rorbas renaturiert, die uns von der Gemeinde Rorbas zur Verfügung gestellt wurde. Die Grundidee der Renaturierung ist die Kreation oder Wiederherstellung von Lebensräumen für verschiedene Insekten, Vögel andere Kleintiere, Pilze und Pflanzen. In Rorbas haben wir zum Beispiel einen Steinhaufen und eine Hecke aus totem Holz gebaut und viele Wildblumensamen ausgesät. Neben der erhöhten Biodiversität ist ein weiterer Vorteil der Fläche, dass die Gemeinde sie weniger pflegen muss, indem sie sie nur einmal (und später) mäht, damit die Pflanzen blühen und versamen und den Insekten möglichst lange Unterschlupf bieten können. Die Renatuierung war ein sehr interessantes Projekt für uns, da die Förderung der Biodiversität in der Region eines unserer Kernanliegen ist und wir zum ersten Mal ausserhalb unseres Gartens und in Zusammenarbeit mit einer Gemeinde ein solches Projekt durchgeführt haben. Wir hoffen, im nächsten Jahr weitere Renaturierungen mitgestalten zu können und dadurch sowohl die Behörden als auch die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.

In unserem Garten ist die Biodiversität eine wahre Freude. Im Frühsommer blühten auf der Wiese so viele Blumen wie noch nie und alles war voller Insekten und Vögel. Leider fühlen sich auch die Mäuse sehr wohl bei uns. Ihnen fielen einige unserer schönsten Kürbispflanzen zu Opfer. Noch mehr als die Mäuse machte dem Garten allerdings die grosse Trockenheit zu schaffen und das Fehlen eines direkten Wasserzuflusses. Zwar haben wir im Wald eine kleine Quelle entdeckt und das Wasser in ein Biotop in unserem Garten umgeleitet, doch war die Wassermenge viel zu klein, um damit regelmässig unser Gemüse zu tränken. Deshalb litten einige Pflanzen erheblich und brachten keine guten Erträge. Die eher hitze- und trockenheitsresistenten Sorten jedoch, wie zum Beispiel die Chilis und Auberginen, kamen sehr gut mit dem Wetter zurecht. Erstaunlicherweise hielten sich auch die Tomaten ziemlich gut, was wahrscheinlich zumindest teilweise darauf zurückzuführen ist, das wir seit ein paar Jahren unser eigenes Saatgut verwenden und sich die Pflanzen langsam an die Bedingungen in unserem Garten anpassen.

Das absolute Sommerhighlight im Garten war das Obst: Zum ersten Mal konnten wir von unseren Bäumen Pfirsiche, Nektarinen und Birnen ernten, und sie waren umwerfend gut! In den nächsten Jahren werden wir mit dem Bepflanzen der Beete etwas zurückfahren und uns stärker auf die Pflege unserer Bäume fokussieren, damit wir in ein paar Jahren eine grosse Obsternte haben.

Im September haben wir mit Chruut und Rüebli am Oberdorffest in Embrach teilgenommen und dort zusammen neben dem Stand der Freiensteiner und Teufener Weinbauern Flammenkuchen verkauft. Den Erfolg vom letztjährigen Herbstfest konnten wir leider nicht wiederholen, aber wir hatten trotzdem unseren Spass.

Wir wünschen euch eine ganz schöne Herbstzeit und freuen uns von euch zu hören.

Ganz liebe Grüsse,

Chruut und Rüebli

Neue Gärten braucht das Land – ideaSpektrum Titelstory

In der ideaSpektrum Titelstory von 18. Juli 2018 wird über unseren Verein geschrieben. Der Artikel startet mit folgendem Zitat von Gräfin Sonja Bernadotte, ehemalige Geschäftsführerin der Insel Mainau:

„Die Beschäftigung in der Natur, besonders im Garten, wird als Ausgleich zu den schnellen Kommunikationstechniken immer wichtiger; sie führt zur Entdeckung der Langsamkeit, zur Ruhe, Besinnung und Erholung; sie schafft Oasen in einer rasanten Welt.“


Sonja Bernadotte

Ein Garten als Naturwerkstatt

Eric Lienhard (25) aus dem zürcherischen Rorbas-Freienstein lernte Landschaftsgärtner, studierte am TDS in Aarau Sozialdiakonie und arbeitet momentan in einem Sozialprojekt der Stadt Bülach. Zusammen mit drei anderen jungen Männern aus seiner christlichen Kleingruppe entwickelte er die Idee eines eigenen Gartens. Enthusiastisch machten sich die vier Männer vor fünf Jahren an die Gartenarbeit. Die Eltern eines Kollegen stellten ihnen Land – ungefähr 250 m² – zur Verfügung. Das Grundstück liegt am Hang, auf der einen Seite grenzt es an einen Rebberg, auf der anderen Seite beginnt der Wald. Ein ruhiger Ort, mit traumhafter Sicht in die Berge. Lienhard bezeichnet den Garten als Experiment, als Lernfeld. Zwar brachten zwei Männer grünes Vorwissen mit und ein dritter ist Landwirt und studiert momentan Agrar-Wissenschaft. „Von Gemüseanbau hatten wir aber keine Ahnung“, gesteht er. Die Startphase beschreibt er so: „Wir säten, wir düngten, wir kämpften gegen Unkraut und Schädlinge. Wir beobachteten unseren Garten, sammelten Informationen und zogen Schlüsse.“ Von Anfang an war das Thema „Bewahren der Schöpfung“ wichtig; doch was Nachhaltigkeit wirklich bedeutet, erlebten sie erst in der Praxis so richtig.

Wilde, gesunde Vielfalt

„Ich versuchte immer mehr aus der Natur, aus der Schöpfung abzuleiten, was auch in unserem Garten angewendet werden könnte“, erklärt Eric Lienhard. Was hier in den letzten fünf Jahren entstand, ist kein klassischer Gemüsegarten. Zwar wachsen an der höchsten Stelle 18 verschiedene Tomatensorten, aber sonst sieht es hier nach einem wilden Durcheinander aus: Im Kräutergarten flattern unzählige Schmetterlinge, im Miniteich hüpfen Frösche, in einem ausgehöhlten Baumstamm hat sich ein Schwarm Wildbienen niedergelassen, Gemüse wächst zwischen Blumen, an einer anderen Stelle steht ein Aprikosenbaum. Auch wenn die jungen Männer – Frauen sind bisher noch keine dazugestossen – es nicht gross auf ihre Fahne schreiben, so wird hier Permakultur in Reinform angewendet. Lienhard ist ein Tüftler. Sein neuestes Projekt dreht sich um die Madenzucht, eine Idee aus Indonesien. Die Maden zersetzen Speisereste, wandern über eine Rampe nach oben und fallen zu Boden. „Wenn die Kiste zum Beispiel in einem Hühnerhof platziert ist, kommen so die Hühner zu kleinen delikaten Snacks“, beschreibt er mit einem breiten Grinsen.

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Setzlingsmarkt 2018

Dieses Jahr veranstalten wir zwei kleine Setzlingsmärkte. Wir haben viele Sorten Tomaten (unter Anderem mehrere Freilandsorten) im Angebot, daneben noch Chilis, Peperoni, Auberginen, Kürbisse, Gurken, Zucchetti und diverse Sorten Basilikum.

Wann und Wo?
Do, 17. Mai von 16.00-20.00 auf dem Campus der PH Zürich
Sa, 19. Mai von 10.00-14.00 auf dem Dorfplatz in Rorbas

Hebet sorg!

Der Urwaldkiller Nummer eins heisst Soja. In Brasilien, dem grössten Sojaexporteur der Welt, werden immense Urwaldflächen abgeholzt um Platz für Soja zu schaffen. 80 Prozent der Soja Ernte wird als Viehfutter verwendet. Alleine die Schweiz importiert 744 Tonnen Soja pro Tag (Stand 2016). Ein Grund mehr sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen.

Diese Woche besuchten wir eine Veranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit bei Fürst unverpackt in Bülach. An diesem Anlass haben Andreas und Daniel Fürst, die Gründer und Geschäftsführer von Fürst unverpackt, den Gästen Einblick in die Philosophie nachhaltigen Einkaufens gegeben. Für sie steht unverpackt für einen schonenden Umgang mit Ressourcen.

Eine weitere Präsentation, die in guter Erinnerung bleibt, war von Andreas Frei, Umweltberater bei NASKA. Sein Spezialgebiet ist die Zertifizierung grüner Güggel, welche sich am Europäischen EcoManagement and Audit Scheme (EMAS) orientiert. Ein Hinweis von ihm galt dem Papiergebrauch im Büro. So lohne es sich bei der Papierwahl auf 100 Prozent Recycling zertifiziert nach Blauer Engel zu achten. Oft wird beispielsweise FSC als Recyclingpapier wahrgenommen, obwohl dies bei weitem nicht immer der Fall ist.

Nach den Vorträgen servierten die Gebrüder Fürst einen köstlichen Apéro riche mit eigenen Produkten aus ihrer Küche, selbstverständlich ganz im Sinne von Zero-Waste.