In der ideaSpektrum Titelstory von 18. Juli 2018 wird über unseren Verein geschrieben. Der Artikel startet mit folgendem Zitat von Gräfin Sonja Bernadotte, ehemalige Geschäftsführerin der Insel Mainau:

„Die Beschäftigung in der Natur, besonders im Garten, wird als Ausgleich zu den schnellen Kommunikationstechniken immer wichtiger; sie führt zur Entdeckung der Langsamkeit, zur Ruhe, Besinnung und Erholung; sie schafft Oasen in einer rasanten Welt.“


Sonja Bernadotte

Ein Garten als Naturwerkstatt

Eric Lienhard (25) aus dem zürcherischen Rorbas-Freienstein lernte Landschaftsgärtner, studierte am TDS in Aarau Sozialdiakonie und arbeitet momentan in einem Sozialprojekt der Stadt Bülach. Zusammen mit drei anderen jungen Männern aus seiner christlichen Kleingruppe entwickelte er die Idee eines eigenen Gartens. Enthusiastisch machten sich die vier Männer vor fünf Jahren an die Gartenarbeit. Die Eltern eines Kollegen stellten ihnen Land – ungefähr 250 m² – zur Verfügung. Das Grundstück liegt am Hang, auf der einen Seite grenzt es an einen Rebberg, auf der anderen Seite beginnt der Wald. Ein ruhiger Ort, mit traumhafter Sicht in die Berge. Lienhard bezeichnet den Garten als Experiment, als Lernfeld. Zwar brachten zwei Männer grünes Vorwissen mit und ein dritter ist Landwirt und studiert momentan Agrar-Wissenschaft. „Von Gemüseanbau hatten wir aber keine Ahnung“, gesteht er. Die Startphase beschreibt er so: „Wir säten, wir düngten, wir kämpften gegen Unkraut und Schädlinge. Wir beobachteten unseren Garten, sammelten Informationen und zogen Schlüsse.“ Von Anfang an war das Thema „Bewahren der Schöpfung“ wichtig; doch was Nachhaltigkeit wirklich bedeutet, erlebten sie erst in der Praxis so richtig.

Wilde, gesunde Vielfalt

„Ich versuchte immer mehr aus der Natur, aus der Schöpfung abzuleiten, was auch in unserem Garten angewendet werden könnte“, erklärt Eric Lienhard. Was hier in den letzten fünf Jahren entstand, ist kein klassischer Gemüsegarten. Zwar wachsen an der höchsten Stelle 18 verschiedene Tomatensorten, aber sonst sieht es hier nach einem wilden Durcheinander aus: Im Kräutergarten flattern unzählige Schmetterlinge, im Miniteich hüpfen Frösche, in einem ausgehöhlten Baumstamm hat sich ein Schwarm Wildbienen niedergelassen, Gemüse wächst zwischen Blumen, an einer anderen Stelle steht ein Aprikosenbaum. Auch wenn die jungen Männer – Frauen sind bisher noch keine dazugestossen – es nicht gross auf ihre Fahne schreiben, so wird hier Permakultur in Reinform angewendet. Lienhard ist ein Tüftler. Sein neuestes Projekt dreht sich um die Madenzucht, eine Idee aus Indonesien. Die Maden zersetzen Speisereste, wandern über eine Rampe nach oben und fallen zu Boden. „Wenn die Kiste zum Beispiel in einem Hühnerhof platziert ist, kommen so die Hühner zu kleinen delikaten Snacks“, beschreibt er mit einem breiten Grinsen.

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