Rückblick 2018

Liebe Gartenfreunde,

Während die allerletzten Tomaten und Kürbisse noch ein bisschen die Herbstsonne geniessen, ist es für Chruut und Rüebli an der Zeit, Bilanz zu ziehen über das Gärtnerjahr 2018 und uns endlich wieder einmal bei euch zu melden.

Unser Gartenjahr begann bereits im tiefen Winter in einem Gewächshaus in Freienstein, in dem wir ab Februar eine Vielzahl von Setzlingen aufzogen. Im Mai führten wir an der Pädagogischen Hochschule in Zürich und auf dem Dorfplatz in Rorbas zwei Setzlingsmärkte durch, unter anderem mit einer Vielzahl von Tomaten- und Chilisorten, Gurken, und Kräutern. Das Feedback war sehr positiv und wir konnten auch viele Setzlinge verkaufen.

Des Weiteren haben wir im Frühling eine Fläche an der Tössstrasse in Rorbas renaturiert, die uns von der Gemeinde Rorbas zur Verfügung gestellt wurde. Die Grundidee der Renaturierung ist die Kreation oder Wiederherstellung von Lebensräumen für verschiedene Insekten, Vögel andere Kleintiere, Pilze und Pflanzen. In Rorbas haben wir zum Beispiel einen Steinhaufen und eine Hecke aus totem Holz gebaut und viele Wildblumensamen ausgesät. Neben der erhöhten Biodiversität ist ein weiterer Vorteil der Fläche, dass die Gemeinde sie weniger pflegen muss, indem sie sie nur einmal (und später) mäht, damit die Pflanzen blühen und versamen und den Insekten möglichst lange Unterschlupf bieten können. Die Renatuierung war ein sehr interessantes Projekt für uns, da die Förderung der Biodiversität in der Region eines unserer Kernanliegen ist und wir zum ersten Mal ausserhalb unseres Gartens und in Zusammenarbeit mit einer Gemeinde ein solches Projekt durchgeführt haben. Wir hoffen, im nächsten Jahr weitere Renaturierungen mitgestalten zu können und dadurch sowohl die Behörden als auch die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.

In unserem Garten ist die Biodiversität eine wahre Freude. Im Frühsommer blühten auf der Wiese so viele Blumen wie noch nie und alles war voller Insekten und Vögel. Leider fühlen sich auch die Mäuse sehr wohl bei uns. Ihnen fielen einige unserer schönsten Kürbispflanzen zu Opfer. Noch mehr als die Mäuse machte dem Garten allerdings die grosse Trockenheit zu schaffen und das Fehlen eines direkten Wasserzuflusses. Zwar haben wir im Wald eine kleine Quelle entdeckt und das Wasser in ein Biotop in unserem Garten umgeleitet, doch war die Wassermenge viel zu klein, um damit regelmässig unser Gemüse zu tränken. Deshalb litten einige Pflanzen erheblich und brachten keine guten Erträge. Die eher hitze- und trockenheitsresistenten Sorten jedoch, wie zum Beispiel die Chilis und Auberginen, kamen sehr gut mit dem Wetter zurecht. Erstaunlicherweise hielten sich auch die Tomaten ziemlich gut, was wahrscheinlich zumindest teilweise darauf zurückzuführen ist, das wir seit ein paar Jahren unser eigenes Saatgut verwenden und sich die Pflanzen langsam an die Bedingungen in unserem Garten anpassen.

Das absolute Sommerhighlight im Garten war das Obst: Zum ersten Mal konnten wir von unseren Bäumen Pfirsiche, Nektarinen und Birnen ernten, und sie waren umwerfend gut! In den nächsten Jahren werden wir mit dem Bepflanzen der Beete etwas zurückfahren und uns stärker auf die Pflege unserer Bäume fokussieren, damit wir in ein paar Jahren eine grosse Obsternte haben.

Im September haben wir mit Chruut und Rüebli am Oberdorffest in Embrach teilgenommen und dort zusammen neben dem Stand der Freiensteiner und Teufener Weinbauern Flammenkuchen verkauft. Den Erfolg vom letztjährigen Herbstfest konnten wir leider nicht wiederholen, aber wir hatten trotzdem unseren Spass.

Wir wünschen euch eine ganz schöne Herbstzeit und freuen uns von euch zu hören.

Ganz liebe Grüsse,

Chruut und Rüebli